Die wichtigste Zitrusfrucht der Welt: Die Orange

Ohne zu zögern kann man sagen: Die Orange ist die wichtigste Zitrusfrucht der Welt. Sie ist nämlich die meist angebaute Zitrusfrucht der Welt – und das zurecht! Egal ob süß, sauer oder bitter, klein oder groß, zu einem frischen Orangensaft gepresst, getrocknet als Garnitur oder für einen leckeren Orangentee, oder auch als Basis für zahlreiche Liköre: Die Variationen sind heute unzählbar. Wie immer du die Orange haben willst, bekommst du sie.

50 Shades of Oranges

ODE Aperitif: Orangen

Orange, Clementine, Mandarine, Apfelsine, Tangerine… alles das gleiche? Nicht ganz. Die Orange ist in China durch die Kreuzung von Mandarine und Pampelmuse entstanden. Mandarinen und Pampelmusen sind sowas wie Adam und Eva unter den Zitrusfrüchten – Orangen, Grapefruits, Pomelos, Clementinen und Tangerinen sind alle als Hybride auf sie zurückzuführen. Die Bergamotte sieht äußerlich zwar der Limette ähnlicher, ist aber auch ein Hybrid aus der Bitterorange.

Orange ist nicht gleich Orange: Süßorange vs. Bitterorange

Orangen lassen sich grob in Süßorangen und Bitterorangen unterteilen. Sie haben zu ganz unterschiedlichen Zeitaltern ihren Weg nach Europa gefunden: Die Bitterorange, auch Pomeranze genannt, kam schon im 11. Jahrhundert nach Italien, die Süßorange erst im 15. Jahrhundert. In Europa sind Spanien, Portugal und Italien als Orangen-Hotspots bekannt, die meisten Orangen, die man auf anderen Kontinenten findet, stammen heute allerdings aus Brasilien, Indien und China.

Wie die Namen bereits vermuten lassen, sind Süßorangen süß und Bitterorangen, auch Pomeranzen genannt, bitter. Beide Arten haben viele unterschiedliche Sorten mit verschiedenen Charakteristiken und Aromen. Blondorangen gehören beispielsweise zu den Süßorangen – sie begegnen uns im Alltag am häufigsten. Sie variieren farblich zwischen gelb und tiefem Orange, sind sehr saftig und eignen sich perfekt zum frisch Naschen oder um einen leckeren Saft zu pressen. Je nach konkreter Orangensorte kann der Geschmack aromatisch süß oder auch säuerlich sein.  In ODE Ruby Wood haben wir eine Vielfalt aus beiden Welten zusammengeführt.

Ein Ausflug in die Sortenvielfalt der Süßorangen

ODE Aperitif Blog: Blutorange

Eine schönere Herkunft als das “Tal der Orangen” kann eine Orange wohl nicht haben. Von dort stammt die Navelina Orange, die nach ihrer markanten Ausstülpung, dem sogenannten Nabel, benannt wurde. Sie ist ziemlich säurereich

und setzt bei der Verarbeitung, indem man sie zum Beispiel auf einem Brett rollt, Bitternoten frei. Wird sie sehr spät geerntet, verliert sie ihre bittere Charakteristik und wird betörend süß – dann wird sie auch Navel Powell genannt.

Die Lane Late Orange ist eine Kreuzung der Navelina Orange, die aus Australien stammt. Die Navelina-typische Säure hat sie beibehalten, ist aber dadurch, dass die relativ spät geerntet wird, gleichzeitig süß. 

Die Valencia-Orange aus Valencia in Spanien ist nicht nur etwa doppelt so groß wie viele Orangen, sondern auch doppelt so süß und doppelt so saftig. Nicht umsonst ist sie die Königin der Saftorangen. Aus ihr kreuzte man unter anderem die Midknight Orange, die vor allem in Südafrika angebaut wird. Einige einzige Frucht soll ganze 117% der Tagesbedarfs an Vitamin C decken!

Eine weitere geläufige Süßorangen-Art ist die nach ihrer kräftigen roten Farbe benannte Blutorange, die vor allem rund um den Vulkan Ätna auf Sizilien angebaut wird. 

Die Pomeranze: “Apfel aus Gold”

ODE Aperitif Blog: Orange

Pomanum aurantium – so lautet der lateinische Begriff für die Pomeranze, die Bitterorange. Übersetzt heißt das “Apfel aus Gold”. Und damit hat man uns definitiv nicht zu viel versprochen. 

Die bekannteste Sorte heißt Chinotto, was so viel bedeutet wie “kleiner Chinese”, angelehnt an die Herkunft aus China. Im Supermarkt findet man sie heute eher weniger, da sie pur so kräftig bitter ist, dass sie kaum genießbar ist. Heute weiß man, dass die Bitterorange ihre Time to Shine hat, wenn man sie in Maßen und zusammen mit süßen Komponenten verwendet – als Zutat, z.B. in Limonaden, in Likörs und Spirituosen und in ODE Ruby Wood.

Was die Orange zu bieten hat: Blüten, Schale, Fruchtfleisch

Von der Orange brauchst du wirklich kein bisschen verschwenden: Alles, was an ihr dran ist, kannst du essen. Nutze es! Orangenblüten für die Herbe, Fruchtfleisch für die Süße, Orangenschale für die Bitterness. In jedem Fall: Eine echte Vitamin C Bombe! 

Aus Orangenschalen lassen sich kreative Garnituren für deinen nächsten ODE-Drink basteln: Schneide einfach mit einem Sparschäler (oder wenn du einen fancy Zestenschäler hast, auch damit) dünne Streifen von der Orangenschale ab und dekoriere damit deinen Drink. Wer handwerklich ein wenig geschickter ist, kann einmal komplett um die Orange herum schälen, die spiralförmige Zeste um ein Holzstäbchen wickeln und auf das Glas legen. So machst du jeden Drink Instagram-worthy!

Orangenblüten haben neben ihrem wohlig-warmen Duft eine leicht beruhigende Wirkung: Aus ihnen kannst du einen wunderbaren Tee zaubern oder warum nicht auch beim nächsten Bad ein paar in die Wanne geben?

ODE Aperitif Blog: Orange

Green is the new Orange: Warum grüne Orangen nicht unreif sind

Grün heißt unreif… oder? Wer stand nicht schon mal im Supermarkt und hat sich die Packung mit den orangesten Orangen herausgepickt? Tatsächlich brauchst du das nicht – denn die Farbe der Schale sagt nichts über den Reifegrad der Frucht aus. Wenn etwas grün ist, und ganz besonders, wenn Obst grün ist, stempeln wir das gern als unreif ab. Die Obstindustrie weiß das. Wenn die Orangenschale sehr intensiv orange ist, dann ist das in der Regel sogar das Ergebnis eines künstlichen Prozesses: Die Orangen werden dann mit einem besonderen Gas behandelt, das das Chlorophyll, also die grünen Farbpartikel in der Schale, zerstört. Gib also auch den Orangen eine Chance, deren Schale stellenweise grün ist: That’s nature!

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Genuss liegt in der Natur. ODE kreiert komplexe Aperitifs aus deutschem Winzerwein und den besten Botanicals der Welt. Alles in Berlin produziert, alles natürlich, alles weniger süß, dafür mit mehr Geschmack. Keine Kompromisse, denn Good Times verdienen Good Taste.